Direkt zum Hauptbereich

Posts

  Familienleben am See  Momentan fehlt ein Elternteil. Vermutlich um sich bei den hochsommerlichen Temperaturen zwischendurch zu erfrischen? In Anbetracht der vielen `Kleinen´ macht Mutter (oder Vater?) einen entspannten Eindruck ...   PS.: Wenn ich so viele Kinder hätte, wäre ich bestimmt nicht so gelassen 😅
Letzte Posts

Mediziner sind auch (nur) Menschen

"Es war kaum zu fassen: Ich habe sage und schreibe fast drei Stunden im Warteraum verbracht und konnte kaum noch sitzen." Zufällig trafen wir uns in der Dorf-Bäckerei. Frau Bornhold und ich hatten uns lange Zeit nicht mehr gesehen und kamen sofort ins Gespräch. Sie wirkte blass und angeschlagen. Seit Monaten hatte sie unerklärliche Rückenprobleme, begleitet von Schmerz-Attacken, Herzproblemen und und ... Aus diesem Grund war sie auch vorzeitig aus ihrem Berufsleben ausgeschieden. " Mein Vertrauensarzt, auch in meinem Alter, hat seine Praxis einem Nachfolger überlassen." Sie holte tief Luft: "Bei dem ist man verlassen genug ..."seufzte sie und erzählte weiter. "Bei meiner Nachfrage am Empfang, wann ich endlich an die Reihe käme, nach einer Dreiviertel Stunde, stieß ich auf wenig Verständnis. Trotz heftiger Schmerzen. "Daran können wir nichts ändern", erklärte man mir ungerührt." Ich schüttelte den Kopf vor so viel Unverfrorenheit. "

Gnadenlose Folter

                  Glücklicherweise gehöre ich zu denjenigen, die mit einer guten gesundheitlichen Verfassung gesegnet sind und Arztpraxen in den allermeisten Fällen nur von außen kennen. Mein einschneidendes Erlebnis liegt bereits Jahre zurück. Ich hatte `Zahn´und damit verbundene Schmerzen. Daher musste ich wohl oder übel einen Fachmann aufsuchen. Heftige Zahnschmerzen empfinde ich viel schlimmer als die Wehen bei der Geburt meiner Tochter und muss einer ehemaligen Kegelschwester entschieden widersprechen. "Wenn Du erstmal ein Kind geboren hast, sind Zahnschmerzen und -behandlungen ein Klacks dagegen", war sie der festen Überzeugung. Nun gut, auch Schmerzgrenzen werden von jedem Menschen anders empfunden.  Wem sollte ich jetzt, in dieser akuten Phase, mein Leben anvertrauen? Mein langjähriger Zahnarzt hatte sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet und eine Nachfolge war (noch) nicht in Sicht. Von meiner Mutter bekam ich einen Tipp. Der empfohlene Doktor verfügte üb

Schaudern ...

Rein zufällig hatte ich direkt gegenüber Platz genommen. Der Anblick jagte mir eine Gänsehaut über den Rücken. Ich schauderte. Zu meinem großen Glück trennten uns zwei Gänge mit einem Glastischchen in der Mitte. Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete sich endlich die Tür und eine Assistentin ließ sich blicken. Der alte Mann wurde angehalten, kurz zu warten, bis er aufgerufen wurde. Im Schneckentempo erhob er sich. Er schien schlecht zu hören, denn die Assistentin sprach laut und überdeutlich. Mit garstigem Gesichtsausdruck und bitterbösem Blick setzte er sich wieder. Ich betrachtete ihn genauer. Seine Jeans waren ausgeleiert und beulten in den Kniekehlen. Vermutlich eine Nummer zu groß. Die Farbe seiner Bequemschuhe mit Klettverschluß konnte ich nicht ausmachen. Sie waren eine Mischung aus braun und verblichenem grau. Wahrscheinlich ein Witwer oder Junggeselle, und niemand, der sich um ihn kümmerte. Leises Mitleid durchströmte mich. Seinem Blick nach zu urteilen, mussten die neuen Behan

Männer - Kinder - Hunde ...

                                                                             Gern möchte ich Licht in den Zusammenhang dieser scheinbar zusammenhangslosen  Aufzählung bringen. Neulich traf ich auf meiner Runde durchs Dorf eine entferntere Nachbarin. "Muss ich Dir erzählen, hatte die Tage ein ganz niedliches Erlebnis. Unterwegs sah ich zwei kleine Mädchen, zwischen Kindergarten- und Schulalter, auf dem Bürgersteig spielen. Sofort dachte ich an Leonard, als er so klein war. Ich weiß noch, bei einer Adventsfeier waren wir Mütter zum Mitsingen eingeladen. Da ich nicht singen kann, bewegte ich nur leise die Lippen. "Das heißt nicht, sondern ..." Der junge Mann neben mir schaute mich aufmerksam an und berichtigte mich. Mit einem Lächeln dankte ich ihm. Ein anderes Mädchen kam auf mich zu und bewunderte meine Brosche an meinem Wintermantel. "Die ist aber schön", meinte sie zutraulich. Ich sprach dann mit ihr und machte mich mit Leo auf den Heimweg. Das nur nebenbei&q